Phishing-Mails – der Name ist Programm

Man lebt gefährlich im Internet, da sind wir uns alle einig. Ob man nun seine E-Mails checkt oder im Netz surft – Gefahren lauern an jeder Ecke. Heute möchte ich euch eine dieser Gefahren näher bringen, über deren erhebliches Schadenspotenzial sich einige Nutzer gar nicht bewusst sind.

Gemeint ist die Phishing-Methode. Dabei handelt es sich, wie man zunächst vermuten könnte, nicht um ein Fachwort aus dem Angler-Jargon, sondern um eine der professionellsten und gefährlichsten Maschen der Cyber-Kriminellen.

Doch was ist dieses „Phishing“ denn jetzt nun und warum heißt es so? Im Grunde genommen ist Phishing nichts weiter als ein Neologismus des englischen Wortes „fishing“, allerdings hat es mit dem eigentlichen Angeln nur das Wort gemeinsam. Denn beim Phishing wird versucht mittels gefälschter Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten persönliche Daten eines Internet-Users abzugreifen und dabei gilt: je authentischer, desto besser.

Die Cyber-Gangster versuchen dann anschließend  mit den erbeuteten Identitäten die Konten der Betroffenen zu plündern. In der Regel wird dabei die Gutgläubigkeit des jeweiligen Nutzers missbraucht. Das erreichen die Kriminellen z.B., indem sie die Internetauftritte vertrauenswürdiger Firmen und Organisationen fälschen. Aus einer Statistik geht hervor, dass dabei besonders gerne globale Internetportale und Kreditinstitute nachgeahmt werden, was in ca. 50 % der Fälle zutrifft. Des Weiteren fälschen Hacker Bezahlsysteme, soziale Netzwerke, Online-Shops, sowie Online-Games und Mobilfunkanbieter.

Man sieht schnell, dass hier vor nichts Halt gemacht wird und die Skrupellosigkeit keine Grenzen kennt. Doch mit ein wenig Know-how und Skepsis kann hier das Schlimmste abgewendet werden. Und mal ehrlich: Welche Bank würde solch wichtigen Belange mit ihren Kunden über E-Mail besprechen?